Ergebnis zum Fahrradklima-Test 2020

 

Die Ergebnisse für Mettmann liegen vor:

Es haben 115 Teilnehmer bei der Umfrage mitgemacht

Mettmann bekommt eine Schulnote von 4,3

und Bundesweit landet Mettmann im Vergleich zu anderen gleichgroßen Städte auf Platz 370 von 415

 

klick hier: Ergebnisbericht für Mettmann 

ADFC Fahrrad-Klimatest 2020: erste, leichte Verbesserungen in den Bewertungen für Mettmann


Die Ergebnisse des in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale 
Infrastruktur durchgeführten bundesweiten ADFC-Fahrradklima-Test wurden am 16. März vorgestellt. 
Er spiegelt den Zufriedenheits-Index der Radfahrenden in Deutschland wider.


In den Rückmeldungen des Radfahrenden hat sich die Position Mettmanns im Vergleich zur 
erstmaligen Teilnahme im Jahr 2018 leicht verbessert: in der Größenklasse der Städte zwischen 
20.000-50.000 Einwohnern liegt Mettmann jetzt bundesweit auf Platz 370 von 415 und somit unter 
den 11% schlechtesten Städten Dennoch ist die Gesamtbewertung mit der Note 4,35 [in der Schul-Noten-Skala von 1 – 6; 2018: 4,56] alles andere als positiv. Und bedeutet, dass für den Radverkehr in 
Mettmann deutlich mehr gemacht werden muss.


Ansatzpunkte zur Verbesserung ergeben sich aus den Einzelfragen und -Antworten:
In keiner der Einzelfragen gab es eine Verschlechterung – das ist gut! Die größten Verbesserungen in 
den letzten zwei Jahren sehen die Rückmeldenden in den Bereichen „Fahrradförderung in jüngster 
Zeit“ [+0,8], „Werbung für das Radfahren“ [+0,7] und „Medienberichte“ [+0,6] – registriert wurde hier 
der erkennbare Wille zur Verbesserung des Radfahr-Klimas in Mettmann. 
In der Realität ist im Vergleich zu 2018 keine Veränderung erkennbar bei den Bereichen „Akzeptanz als 
Verkehrsteilnehmer“, „Hindernissen auf Radwegen“, bei den „Abstellanlagen“ und den „Wegweisungen für Radfahrer“. Am schlechtesten bewertet wurden die Bereiche „Öffentliche Fahrräder“ [5,4], 
„Führung an Baustellen“ [4,9] und „Ampelschaltungen für Radfahrer“ [4,9], gefolgt von „Falschparker-kontrolle auf Radwegen“, „Reinigung der Radwege“, Breite der Wege für Radfahrer/innen“, 
„Oberfläche der Wege für Radfahrer/innen“, alle mit der Note [4,8]. Kein Bereich wurde sehr gut oder 
gut bewertet, nur ein Bereich wurde als gerade noch befriedigend [3,3] rückgemeldet: die geringe Rad-Diebstahl-Rate. Es gibt also mehr als genug zu tun für die gerade laufenden Radverkehrskonzepte der 
Stadt Mettmann und des Kreises Mettmann.

Bereits die Ergebnisse des letzten Tests 2018 („Platz 304 von 311“, bei den schlechtesten 4% in der 
Vergleichsklasse (!), Gesamtbewertung 4,56) zeigten den großen Handlungsbedarf für Radverkehr in 
Mettmann auf.


Und dabei wird der Handlungsbedarf immer größer – es werden immer mehr Fahrräder und Pedelecs 
gekauft – und dann auch genutzt.
Der Umsatz im deutsche Fahrradhandel mit Fahrrädern und E-Bikes 
erreichte 2020 den Wert von 6,4 Mrd. €, ein Anstieg um 61%! 2020 wurde 43% mehr E-Bikes verkauft 
als 2019, knapp 2 Mio. Stück, der größte Anteil mit ca. 39%. Damit gibt es aktuell in Deutschland mehr als 7 Mio. E-Bikes. Auch der Absatz an Fahrrädern und E-Bikes insgesamt stieg nach aktuellen ZIVBerichten deutlich an, auf mehr als 5 Mio. Einheiten. Insgesamt beträgt der Fahrradbestand in 
Deutschland damit ca. 79 Mio. Stück. Das sind 20 Mio. mehr als alle in Deutschland registrierten Kfz
(inkl. Lkw, Bussen etc.), die mit 59 Mio. Fahrzeugen in 2020 auch einen neuen Höchststand 
verzeichneten (Statista).
Das hohe Qualitäts- und Sicherheitsbewusstsein der Kunden sorgt dafür, dass Fahrräder und E-Bikes in 
immer höherer Güte und Ausstattung gekauft werden, der durchschnittliche VK-Preis stieg deutlich an.

 
Dieses Sicherheitsbewusstsein und -Erwartung haben viele Radfahrer auch im Straßenverkehr – und 
werden da oft enttäuscht.
Das „Sicherheitsgefühl“ in Mettmann wird derzeit mit 4,5 bewertet, das ist 
mangelhaft! Und so etwas hemmt die weitere Nutzung des Fahrrades.

 
Erschreckenderweise deckt sich das auch mit den Unfallzahlen: lt. Destatis erreichten die Unfallzahlen 
mit 2.724 Toten im Straßenverkehr eine Rekord-Tiefststand – den niedrigsten Wert seit Beginn der 
Statistik seit 60 Jahren. Weniger Todesopfer, vor allem bei Pkw-Insassen (-14%), Kraftradfahrenden (-
9%) und Fußgängerinnen und Fußgängern (-9%). Die Radfahrer waren mit -4% am geringsten 
betroffen, bei der Gruppe der Pedelec-Fahrer war sogar ein Anstieg um +19% festzustellen.


Herausforderung genug, sich in den kommenden Jahren gerade auf die Sicherheit der Radfahrer zu 
fokussieren. Sicherheit, dass bedeutet insbesondere lückenlose, durchgängige und sichere RadwegeAngebote. Und da gibt es in Mettmann deutlich Nachholbedarf.


Und auch überörtlich: die Qualität und Sicherheit der Rad-Verbindungen zu den Nachbarstädten sind 
gerade für die mehr als 24.000 Berufspendler (Ein- und Auspendler) für Mettmann interessant, wenn 
sie auf das Rad umsteigen wollen. Die stärkste Pendlerverbindung ist die nach Düsseldorf: dort gibt es 
zwar Radwege, aber die sind oft zugewachsen. Die zweitstärkste Pendler-Verbindung Mettmann -
Wuppertal besitzt gar keinen durchgängigen Radweg - es ist nicht verwunderlich, dass die Nutzung des 
Rads recht gering ist, auf jeden Fall sehr gefährlich neben dem Schwerlastverkehr. Ein Radweg nach 
Wuppertal bedeutet auch eine Anbindung an den Panorama-Radweg und auch die Nordbahntrasse,
eine auch touristisch deutliche Verbesserung. Die drittstärkste Strecke nach Erkrath ist auf dem 
Radweg an vielen Stellen nicht befahrbar, und überrascht mit dem Schild „Radweg Ende“ auf Mitte der 
Strecke, rund um das Neanderthal-Museum. Die Landstraße nach Ratingen (L239) soll neu gebaut 
werden, ein Radweg entlang dieser viert-stärksten Pendelstrecke ist bisher nicht geplant oder zugesagt 
– unverständlich. Deutliche Verbesserungen werden vom Radverkehrskonzept des Kreises Mettmann 
erwartet, das gerade erarbeitet wird.


Michael Niklas
Vorstand Verkehrspolitik
 

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Kann mir der ADFC Mettmann Radtouren empfehlen?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Erfahrene Tourenleiter haben über 30! Touren rund um Mettmann ausgearbeitet. Diese Touren sind für Anfänger wie für Profis, kurz oder lang, hier findet jeder seine Tour. 

  • Wie kann ich mich im ADFC Mettmann aktiv beteiligen?

    Komm doch einfach auf unsere regelmäßigen Radler Treffs. Hier kannst du uns kennenlernen und hörst die aktuellen Themen mit dem wir uns befassen. Vielleicht findest du deins, wofür du dich interessierst und dich einbringen möchtest. Wir freuen uns auf dich!

  • Was macht der ADFC in Deutschland und in Mettmann?

    Der allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    • Zur Mettmanner Info - bitte weiterlesen anklicken

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.

    Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und fest verschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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