Mehr tödliche Radunfälle
Die Zahl der getöteten Radfahrenden ist weiter gestiegen. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2025. Vor allem Menschen auf Pedelecs verunglücken häufiger tödlich.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war im Jahr 2025 rund jede sechste im Straßenverkehr getötete Person mit dem Fahrrad unterwegs. Insgesamt verloren 462 Radfahrende ihr Leben. Damit ist die Zahl der getöteten Radfahrenden insgesamt um knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Vergleich zu 2015 nahm sie um knapp 21 Prozent zu.
Damit ist die Zahl der tödlichen Radunfälle in den letzten zehn Jahren stark angestiegen, während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt deutlich zurückgegangen ist. Insgesamt war die Zahl der Verkehrstoten im letzten Jahr zwar knapp zwei Prozent höher als 2024 – gegenüber 2015 ist sie aber um mehr als 18 Prozent gesunken.
Deutlich mehr Getötete auf Pedelecs
Elektroräder sind beliebt. Das zeigt sich auch in den Unfallzahlen. Fast jede zweite tödlich verunglückte Person war 2025 mit einem Elektrorad unterwegs – insgesamt waren es 217. Zum Vergleich: 2015 waren es lediglich 36 Pedelec-Fahrende, die bei einem Unfall ums Leben kamen.
Ältere Menschen auf dem Fahrrad sind im Straßenverkehr besonders gefährdet – und nutzen gerne Elektroräder. Rund 62 Prozent der getöteten Radfahrenden insgesamt waren 65 Jahre oder älter. Schaut man nur auf die Pedelec-Fahrer:innen waren es sogar gut 67 Prozent in dieser Altersgruppe, die bei einem Unfall verstarben.
In etwa zwei Dritteln der Fahrradunfälle mit Personenschaden sind weitere Verkehrsteilnehmende beteiligt – am häufigsten sind es Autofahrende.
ADFC fordert sichere Kreuzungen
„Immer mehr Menschen nutzen Fahrrad und E-Bike für ihre täglichen Wege. Das ist gut für die Gesundheit, die Stauentlastung und schützt das Klima. Gleichzeitig müssen die Unfallzahlen dringend fallen, statt weiter zu steigen“, sagt ADFC-Bundesgeschäftsführerin Dr. Caroline Lodemann: „Wir weisen seit Langem darauf hin, dass zu viele Radwege in Deutschland mangelhaft sind – wenn es sie überhaupt gibt. Radwege müssen dringend sicher und fehlerverzeihend ausgebaut werden. Gefährliche Kreuzungen gilt es, durch getrennte Ampelphasen, gute Sichtbeziehungen und eine bauliche Trennung von Kfz- und Radverkehr sicher zu gestalten. Eine sofort umsetzbare Maßnahme für die Sicherheit der Radfahrenden ist Tempo 30 als Standard und Tempo 50 als Ausnahme – so wie in Helsinki, das bei der Verkehrssicherheit ganz vorne liegt. Dafür braucht es vor allem den politischen Willen, die Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern ernst zu nehmen.“
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